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Software RAID – Erfahrungsbericht

September 20, 2009

Vielleicht sollte ich, bevor ich mich weiter über das Thema Software-RAID auslasse, kurz meine Motivation schildern, warum ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe.

Der ausschlaggebende Punkt war der neue Web-Server der Schule. Alles ganz schön und gut, jedoch haben die Zuständigen für Haushaltsentscheidungen, sich nicht genauer mit den Spezifikationen des Servers auseinander gesetzt. So steht im Handbuch des gelieferten Servers „Designed for M$“. Nun ja, da der Webserver auf einem Debian System aufsetzen sollte, habe ich mir hier erst mal keine Gedanken gemacht, da ich es schon oft erlebt habe das die Hardware trotzdem unter Linux läuft.

Nach dem der Server nun angeschlossen war und ich das RAID-System in Betrieb nehmen wollte, habe ich partou nicht das RAID-Bios gefunden. Später lass ich auf der Herstellerseite, das genau diese Low-Buget Version des Servers mit einem Software RAID ausgestattet ist. Hierfür wurden dann auch Treiber für M$ Produkte angegeben.

Aus diesem Grunde habe ich mich dann mit Software-RAID’s unter Linux beschäftigt. Hierbei habe ich das RAID-System nach dieser sehr guten Anleitung eingerichtet. Allerdings empfielt es sich, wie so oft, wirklich jeden Schritt nach zu vollziehen. [link]

Da ich allerdings das bestehende HowTo nicht noch mal wieder geben werde, komme ich nun zu den Eckpunkten.

Bevor man überhaupt an das Real-System geht sollte man sich auf jeden Fall ein klares Konzept bereitlegen. So kann man die einzelnen Größen der Partitionen zu bestimmen und sinnvoll deren Zwecke zuführen. Persönlich habe ich mich für ein eigenes „Rescue“-System entschieden, was aus der Basisinstallation eines Debian Etch Linux bestand. (Das war nötig, da der Server im weiteren Verlauf ins Bildungs-Rechenzentrums in Bremen gebracht wird und ich so während der Installation nicht auf ein bestehendes System zurück greifen konnte.)

So habe ich mir auf einer relativ kleinen Partition eine Basisinstallation erstellt und daraus dann über chroot ein weiteres Debian installiert, das Produktiv-System. Das hätte man eleganter lösen können, allerdings finde ich diese Lösung gar nicht mal so schlecht.

Was man auch bedenken sollte, ein Hardware-RAID spiegelt über den RAID-Controller. Sprich das RAID später wieder zusammen zu bauen ohne den richtigen RAID-Controller, kann recht schwierig und zeitaufwendig sein. Beim Software RAID wird der Bootmanager (Grub in meinem Falle) und auch der Linux-Kernel von einer Platte gebootet. Nach letzterer gestartet ist, ist auch das Modul, welches für das Software-Raid zuständig ist geladen. Bei Software-RAID’s muss man Partitionen selektieren, welche und vor allem wohin gespiegelt werden.

So kann ich nun unabhängig welche Platte ausgefalle ist, das System wieder mit einer neuen Platte ausstatten. Auch wenn gegen alle Erwartungen ein Stromausfall sein sollte, könnte ich von beiden Platten booten. Hierzu wird einfach grub-install auf beide Festplatten los gelassen. Danach noch die menu.lst angepasst. So kann ich sogar wählen von welcher Platte der Kernel geladen wird, denn ich lasse bis auf das Rescue-System alles Spiegeln.

Da dann ja wenig später das Update von Etch nach Lenny folgte, konnte ich das RAID-System gleich testen. Also alle Partitionen einer Platte als fehlerhaft makiert und somit die Platte aus dem RAID-Verbund gelöst. Diese dann herraus gezogen und dann ein Distribution-Upgrade durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss habe ich dann den Server neu gebootet, da auch ein neuer Kernel installiert wurde. Dieses System habe ich dann noch überprüft, ob dieses noch genau so funktioniert, wie das vorherige. Als der Test bestanden war, ging es darum die herraus gezogene Platte wieder in das RAID-Array wieder auf zu nehmen. Hierbei sollte man sehr genau drauf achten, das man die richtigen Partitionen den richtigen Arrays wieder zu ordnet. Nach einem Sync von knapp 4 Stunden hatte ich wieder ein bestehendes RAID-System mit einem geupdateten Debian.

[kurze Code Snipets]

2 Rechner mit einer Maus & Tastatur bedienen

August 31, 2008

Da ich ja hier an meinem großen Notebook (FSC Amilo Xi2516 mit DualView) sitze und daneben meinen Aspire One aufegbaut habe, will ich mal hier beschreiben wie ich mit einer Maus und einer Tastatur beide Rechner bediene. (Auf beiden Systemen ist eine Linux Distripution installiert.)

Das mache ich im Prinzip über den X-Server der bei Linux die Schnittstelle für Ein- und Ausgabegeräte ist.

Auf dem Acer Aspire One einfach (normaler User)

ALT+F2

xhost +

echo $DISPLAY

und auf dem FSC in die Konsole gehen und folgendes als eingeben

x2x -to <ip + Display Nr des Acers  (x.x.x.x:0.x) > -west

Danach kann man beide Rechner mit den Eingabegeräten des FSC bedienen. Einfach mit der Maus an den linken Rand fahren und schon erscheint die Maus auf dem Acer und wir können dort arbeiten.

Es müssen die pakete x2x und deren Abhängigkeiten installiert sein

Acer Aspire One A110L – NetBook?!

Juli 27, 2008

Aus der Situation herraus, dass ich ab Oktober studieren will, habe ich mir einen Acer Aspire one A110L gekauft. Als dann endlich nach 2 Werktagen das Paket ankam, wurde erstmal diese sehr überdimensionierte Karton ausgepackt.

Hier mal der Größenvergleich mit einem 1€ Stück:

Zusammen gebaut und eingeschaltet und die vorfreude war groß. Nach dem 15 sek Boot und einrichtung des Wlans erstmal ins Internet und die Standards ausprobiert. Alles läuft rund und angenehm.

Jedoch als ich dann erste Pakete nachinstallieren wollte, stellte sich erste die erste ernüchterung ein. Kein Terminal irgendwo zu finden Alt+F1-6 kein erfolg… (OS ist ein Linpus Lite basierend auf Fedora 8)

Also schnell mal geggogelt und einen „Hack“ gefunden:

http://www.aspireoneuser.com/2008/07/09/aspire-one-advance-linpus-mode-hack/

Als dann endlich die neuen Pakete installiert wurden, musste der xfdesktop noch angepasst werden, denn das sehr intuitive Menü wollte ich beibehalten und die Suchleiste musste raus. Also schnell in die Configuration des Desktops im Home-Verzeichnis gesprungen und dort und .config/xfce4/desktop die group-app.xml bearbeitet.

Die Suchleiste kann man nur deaktivieren in dem man in /etc/xdg/xfce4-session/xfce4-session.rc folgende veränderung vornimmt und vorher ein leeres Skript mit dem namen dump-search_bar.sh im selben Verzeichnis hinterlegt.

Client3_Command=/usr/share/search-bar/start-search_bar.sh

in

Client3_Command=/usr/share/search-bar/dump-search_bar.sh

Wenn man die Zeilen auskommentiert wird der Hal nicht mehr einwandfrei gestartet und so sollte ein Dump-Skript eingetragen werden.

Das ganze sieht dann so aus:

Linux DualView

Juli 27, 2008

Nachdem ich mir nun einen 2ten TFT von ViewSonic zugelegt habe, wollte ich einfach mal ausprobieren, wie es ist auf 2 Monitoren zu arbeiten. Seid dem kann ich nicht mehr ohne. Den Kompfort von 2 Monitoren a 17 Zoll will ich nicht mehr missen. Gerade beim Programmieren ist es sehr hilfreich. Auf der einen Seite die Dokumentation zum Framework oder den Ablaufplan offen und rechts am coden.

Das Fensterrasten funktioniert per Bildschirm und der Vollbildmodus füllt nur einen Bildschirm aus. Beim vergrößern des Fensters ist es auch möglich es auf beiden Bildschirmen darzustellen.

Linux bietet eine sehr gute und ausgereifte DualView Unterstützung. So kann man zum Beispiel speziell unter KDE das Wallpaper über beide Bildschirme Strecken oder aber auf jeden Bildschrim ein anderes Wallpaper benutzen.

Unter Linux Debian als auch unter Windows XP ist es ganz leicht auf den DualView Betrieb zu wechseln. Unter Debian in der Xorg.conf entsprechende änderungen vornehmen und Voila läuft der DualView Betrieb.

Mal wieder in der Schule

Juli 2, 2008

Heute bin ich mal wieder in der Schule, außerhalb des Unterrichts. Denn die Ausbildung habe ich abgeschlossen, aber es müssen noch Feinheiten am Sunray Server, auf Debian Etch Basis, eingestellt werden. Zudem setze ich heute einen weiteren Sunray Server auf, der in dem Ausbildungsraum von Cisco zum Einsatz kommt.

Er ist für Test- und Schulungszwecke und an ihm sollen Schüler die möglichkeit haben, sich das laufende System der Sunrays an zu schaun. Wie schon beim vorhergehenden Projekt, welcher jetzt aktiv im Unterricht eingesetzt wird, wird auf die sehr gute Dokumentation der Uni Erlangen zurückgegriffen.

http://wwwcip.informatik.uni-erlangen.de/~simigern/sunray-debian/4.0fcs.html

Server-Umzug

Juni 23, 2008

So da ich jetzt ökonomischer denke habe ich meinen 2. Rechner abgebaut und den Server, den ich hier stehen habe vom Netz gezogen…

Das heißt aber nicht, das meine Seiten nicht mehr erreichbar sind. Sie sind nur umgezogen auf anderen Servern.

Mein Blog liegt jetzt bei WordPress und mein Projekt-Page auf Kilu.de (Free Hoster)

Dank des Umzuges habe ich jetzt rund 300€ pro Jahr an Stromkosten gespart und muss mich nicht mehr um die Administration des Servers kümmern.

Linux?!

April 25, 2008

Das Installieren von Linux war vor ein paar Jahren garnicht mal so einfach. Als Windows noch auf einer CD daherkam, umfasste die SuSE Installation 6 CDs. Damit war es allerdings noch lange nicht getan. Der „Benutzer“ musste über die komplette Hardware und deren Chipsätze bescheid wissen.

In der heutigen Zeit packt man nur noch eine Live-CD oder DVD ins Laufwerk und bootet von dieser. Der mitgelieferte Kernel ist ein Allrounder und läuft auf so gut wie allen Systemen.

Es hat sich also einiges getan, was der verbreitung von Linux doch sehr entgegen kommt. Früher war man froh das man eine ISDN-Leitung hatte (64 kbit pro Nutzkanal). Heute hat fast jeder 3te Haushalt eine DSL Leitung. Somit ist die Beschaffungszeit auch drastisch gesunken und das „mal eben ausprobieren“ geht auch recht fix.

Die Zeiten von Shells und Kommandozeilen sind also für den „normalen“ Benutzer geschichte. Es gibt für die gängigsten Einstellungen, kleine GUI-Tools die dem Laien das Arbeiten erleichtern. Wir reden hier von Usern die mal eben im Internet Surfen, E-Mails versenden und „rumdödeln“ wollen.

Jedoch verliert man somit ein Stück an Kontrolle wenn man nicht die Shell beherscht. Die Frage ist jetzt ob die Comunity das will, also den Otto-Normalo nach Linux zu portieren und Support-Foren nach kurzer Zeit überquillen? Denn die „Probleme“ tauchen immer erst im laufenden System auf.

Der Nachbars-Junge konnte zwar ohne Probleme den neuen Drucker unter Windows anschließen und einrichten. Aber was ist, wenn nichts mehr Out-of-the-Box läuft und der Hersteller keinen Treiber-Support gibt und man auf Kompatibilitäts-Pakete angewiesen ist. Da steht dann auch der Nachbars-Junge fragend vor der Kiste und sagt „Mit Windows währe das nicht passiert“.